Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

(1) Anbieter von Polishd ist Mohamad Mobin Azad, Ulmenweg 16, 49401 Damme (nachfolgend „Anbieter“). (2) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung von Polishd. (3) Polishd richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, einschließlich Kleinunternehmer und Existenzgründer, die die App zur Vorbereitung oder Aufnahme ihrer selbständigen Tätigkeit nutzen – auch vor der Gewerbeanmeldung. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, die App für diese berufliche Tätigkeit und nicht für private Zwecke zu nutzen. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen. (4) Abweichende Bedingungen des Nutzers gelten nicht, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Leistungen

(1) Polishd ist eine Web-App zur Organisation mobiler Fahrzeugaufbereitung, u. a. Terminplanung, Online-Buchungsseite, Kundenverwaltung, Fotodokumentation, Zustandsprotokoll mit Unterschrift, Rechnungserstellung, Kunden-Galerie und Vorher/Nachher-Video. (2) Die App ist ein Hilfsmittel. Sie ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung; für die inhaltliche und steuerliche Richtigkeit von Rechnungen, Preisen und Texten ist der Nutzer selbst verantwortlich. (3) Der Anbieter entwickelt die App laufend weiter und darf Funktionen ändern, sofern der vertragliche Kernzweck erhalten bleibt.

§ 3 Registrierung und Konto

(1) Für die Nutzung ist ein Konto erforderlich. Die Angaben müssen wahr und vollständig sein. (2) Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Nutzer haftet für Handlungen über sein Konto, soweit er dies zu vertreten hat. (3) Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung zustande.

§ 4 Tarife und Preise

(1) Free: kostenlos, bis zu 10 Aufträge pro Kalendermonat, alle Funktionen. (2) Solo: unbegrenzte Aufträge für 19 € pro Monat oder 190 € pro Jahr. (3) Die angegebenen Preise sind Endpreise. Kostenpflichtige Tarife sind im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum zu zahlen; die Zahlung erfolgt über einen externen Zahlungsdienstleister. (4) Solange die Bezahlfunktion noch nicht freigeschaltet ist, steht nur der Free-Tarif zur Verfügung. (5) Preisänderungen werden mindestens 6 Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail angekündigt; der Nutzer kann zum Wirksamwerden kündigen.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Free-Tarif läuft unbefristet und kann jederzeit durch Löschen des Kontos beendet werden. (2) Solo monatlich: Laufzeit ein Monat, verlängert sich jeweils um einen Monat; Kündigung jederzeit zum Ende des laufenden Monats. (3) Solo jährlich: Laufzeit ein Jahr, verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn nicht bis zum Ende der Laufzeit gekündigt wird. (4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB. (5) Kündigungen sind in Textform (z. B. E-Mail) oder über die Kontoeinstellungen möglich.

§ 6 Pflichten des Nutzers

(1) Der Nutzer nutzt die App nur im Rahmen der geltenden Gesetze. (2) Für die Daten seiner Kunden ist der Nutzer datenschutzrechtlich verantwortlich. Er informiert seine Kunden über die Datenverarbeitung, holt erforderliche Einwilligungen ein (z. B. für Fotos) und hinterlegt für seine Buchungsseite eine eigene Datenschutzerklärung. (3) Nachrichten an Kunden (WhatsApp, SMS) versendet der Nutzer selbst; er stellt sicher, dass er die Kunden kontaktieren darf. (4) Der Nutzer sichert wichtige Daten regelmäßig über die Exportfunktion.

§ 7 Verfügbarkeit

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der App, schuldet jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungen, Störungen bei Dienstleistern oder im Internet können zu Unterbrechungen führen.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. (2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. (3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei regelmäßiger Datensicherung durch den Nutzer entstanden wäre.

§ 9 Daten, Export und Löschung

(1) Die Daten des Nutzers gehören dem Nutzer. Ein Export (JSON/CSV) ist jederzeit kostenlos möglich, unabhängig vom Tarif. (2) Nach Vertragsende bzw. Löschung des Kontos werden die Daten innerhalb von 30 Tagen gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

§ 10 Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)

Soweit der Nutzer personenbezogene Daten seiner Kunden in Polishd verarbeitet, verarbeitet der Anbieter diese in seinem Auftrag. Hierfür gilt: (1) Gegenstand und Dauer: Bereitstellung der App für die Laufzeit des Vertrags. (2) Art und Zweck: Speicherung, Anzeige, Übermittlung an die vom Nutzer gewählten Empfänger (z. B. Galerie-Link) und Löschung zur Terminplanung, Auftragsdokumentation und Rechnungsstellung des Nutzers. (3) Datenarten: Namen, Kontaktdaten, Adressen, Fahrzeugdaten inkl. Kennzeichen, Fotos, Unterschriften, Termin-, Auftrags- und Rechnungsdaten. (4) Betroffene: Kunden und Interessenten des Nutzers. (5) Der Anbieter verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Nutzers; die Nutzung der App-Funktionen gilt als Weisung. Er verpflichtet alle zur Verarbeitung befugten Personen zur Vertraulichkeit. (6) Technische und organisatorische Maßnahmen: verschlüsselte Übertragung (TLS), Zugriff nur über das passwortgeschützte Konto des Nutzers, Trennung der Daten je Konto auf Datenbankebene, privater Dateispeicher mit zeitlich begrenzten Freigabelinks, Datensicherung durch den Hosting-Anbieter. (7) Unterauftragsverarbeiter: Der Nutzer erteilt die allgemeine Genehmigung zum Einsatz von Cloud-Dienstleistern für Hosting, Datenbank, Speicher, Anmeldung und System-E-Mails. Die aktuelle Liste stellt der Anbieter auf Anfrage zur Verfügung. Über geplante Änderungen informiert der Anbieter vorab; der Nutzer kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen und den Vertrag kündigen. (8) Der Anbieter unterstützt den Nutzer bei Anfragen Betroffener und bei seinen Pflichten nach Art. 32–36 DSGVO, soweit zumutbar, und meldet ihm Datenschutzverletzungen unverzüglich. (9) Nach Vertragsende werden die Daten gelöscht (§ 9); vorher kann der Nutzer sie exportieren. (10) Der Anbieter stellt dem Nutzer auf Anfrage die zum Nachweis der Pflichten erforderlichen Informationen zur Verfügung.

§ 11 Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies sachlich gerechtfertigt ist und den Nutzer nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens 4 Wochen vorher per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb dieser Frist, gelten sie als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen. Bei Widerspruch können beide Seiten den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. (2) Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters. (3) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand

Oktober 2026